April 11, 2006 - 1. Brief an D
 
Lieber D...
da war dein ehrliches Versprechen. Du würdest nie etwas sagen, was mich verletzt. Daran hältst du dich. Du sagst nichts, was mich verletzt.
Du sagst nämlich gar nichts.
Und du tust auch nichts.
Außer mich ignorieren und mir damit weh.
Ich erfahre gar nichts mehr von dir, über dich.
Ich weiß nicht, was du tust, wie es dir geht.
Warum hast du den Kontakt abgebrochen? Was habe ich dir getan? Ich kann mich an nichts erinnern. Ich kann überlegen und nachdenken wie ich will. Mir fällt nichts ein. Kein Streit, keine Meinungsverschiedenheit.
Aber irgend etwas muss ich dir getan haben, sonst würdest du dich anders verhalten. Du verhältst dich seit einigen Wochen komplett anders. So kenne ich dich gar nicht. Du bist mit deinem Verhalten mir gegenüber nicht der Mensch, den ich kennen und lieben gelernt habe.
Ich werde nicht aufgeben. Ich kann nicht aufgeben!
Nicht ohne zu wissen, was los ist. Du bist mir das schuldig!
Wenn ich dir etwas getan habe, dann möchte ich das richtig stellen, mich entschuldigen. Wenn ich dich verletzt habe, möchte ich die Wunde heilen. Ich dachte, du weißt, dass ich dich schätze, dass ich dir nichts Böses möchte, dass ich für dich da bin. Bei einem Missverständnis wäre es doch ein Leichtes gewesen darüber zu sprechen.
Du fehlst mir.
you, K.
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